Vorwort Der große Erfolg des Antec Nine Hundred, stellt Antec nun den großen Bruder des Nine Hundred vor, das Twelve Hundred. Wie sich das „Gamercase“ in der Praxis schlägt, ist natürlich bei uns im Review beschrieben.
Technische Details 12 x 5,25“ Laufwerkeinschübe Waschbare Luftfilter für die Frontlüfter Ein 200x30 mm Lüfter mit blauer Beleuchtung und in 3 Stufen regelbar 5 Stück 120x120x25 mm Lüfter mit Blauer Beleuchtung, davon 3 stufenlos regelbar und 2 Stück in 3 Stufen regelbar Ein (optionaler) seitlicher 120x120x25 mm-Lüfter zur zusätzlichen Kühlung von Grafikkarte und Prozessor Ein (optionaler) 120x120x25 mm Lüfter in der Mitte zur Kühlung von Hauptprozessor/Grafikkarte 2 x USB 2.0 an der oberen Gehäusefront 1 x eSATA an der oberen Gehäusefront HD-Audio In und Out an der oberen Gehäusefront (Kopfhörer und Mikrophon-Anschluss in der oberen Gehäusefront)
Testplattform CPU: Intel Core 2 Quad Q6600 @ 3,2 GHz CPU-Kühler: Gigabyte 3D Rocket Pro Mainboard: MSI P35 Neo2-FIR RAM: 4 x 1GB Crucial Ballistix DDR2 800 Grafikkarte: Leadtek WinFast PX8800 GTS 512MB Festplatte: Seagate Barracuda 7200.9 400GB SATA Netzteil: Antec NeoPower 480W Verpackung und erster Eindruck Das Gehäuse wird in einer großen, glänzenden und auffällig gestalteten Kartonage geliefert. Das Twelve Hundred wird von 2 Schaumstoffpuffern gut geschützt, gegen Kratzer ist es nochmals in einer Kunststoffhülle verpackt. Als erstes fällt natürlich der riesige Lüfter an der Oberseite des Gehäuses auf, danach sofort die Ablagefäche direkt davor. Ebenfalls beim Auspacken fällt das doch etwas hohe Gewicht des Gehäuses auf, als LAN-Party tauglich möchten wir das Case dennoch bezeichnen. Es lässt sich bedingt durch äußerst stabile und verwindungssteife Bauweise vorzüglich transportieren. Lieferumfang und Austattung Im Gehäuse befindet sich eine Kartonschachtel, in der anfangs sämtliches Zubehör aufbewahrt wird. Es werden ausreichend viele Schrauben zur Montage sämtlicher Komponenten mitgeliefert. Alle Laufwerkskäfige sind im Gehäuse mittels Rändelschrauben fixiert, die Montage der Festplatten wird dadurch enorm erleichtert. Die Festplatten selbst, werden im Käfig mittels den mitgelieferten, Schrauben befestigt und dadurch auch entkoppelt. Insgesamt können pro Käfig 4 Festplatten eingebaut werden und im Gehäuse befinden sich 3 Festplattenkäfige. Also ist es Möglich bis zu 12 HDDs einzusetzen, dabei können alle 12 Stück aktiv gekühlt werden. Außerdem werden dem Gehäuse eine Blende und eine Schiene beigelegt, die es ermöglichen ein 3,5“ Laufwerk in einem 5,25“ Schacht unterzubringen. Zur Befestigung der Kabel werden wiederverwendbare Kabelbinder mitgeliefert. Kommen wir nun zu den eingebauten Lüftern. Vorne im Gehäuse ist in jedem Festplattenkäfig ein blau beleuchteter, stufenlos regelbarer 120mm Lüfter eingebaut. Diese Lüfter werden mittels eines Drehpotentiometers an der Front gesteuert, jeder Lüfter kann hier einzeln angesprochen werden. Die Lüfter in der Gehäuserückseite sind ebenfalls blau beleuchtet und in 3 Stufen regelbar. Die Steuerung erfolgt hier an der Rückwand des Twelve Hundred. Der monströse 200mm wird mittels der Lüftersteuerung am Heck in 3 Stufen geregelt. Auch als einziger Lüfter im gesamten Gehäuse, ist der 200mm Riese mit einer abschaltbaren Beleuchtung ausgestattet. Das Antec Twelve Hundred ist, wie die meisten heutigen Gehäuse, auf eine Wasserkühlung vorbereitet. Für einen externen Radiator sind zwei Bohrungen vorhanden, die es ermöglichen einen Schlauch zum Radiator zu führen, und einen zurück zu einem Kühler. Frontanschlüsse Das Antec Twelve Hundred ist mit 2 Stück USB 2.0, einem eSATA Anschluss und mit 2 Klinkenbuchsen für Mikrophon und Kopfhörer ausgestattet. Alle Anschlüsse an der Gehäusefront (eigentlich an der Gehäusekante) sind gut erreichbar und bieten ausreichend “Spielraum” rundherum, so können problemlos auch zwei USB-Sticks gleichzeitig angeschlossen werden und restlichen Anschlüssen können ebenfalls genutzt werden. An der Gehäuseoberseite befindet sich zusätzlich eine Ablagefläche, dort können nicht verwendete USB-Sticks und MP3 Player abgelegt werden. Die Audiobuchsen können an Onboardlösungen wie der AC97 oder einer sogenannten High Definition Onboard Karte. Alle Frontanschlüsse sind in der abgeschrägten Oberkante des Gehäuses zu finden, hier sind sie gut erreichbar und fügen sich gut ins Gehäusedesign ein. Auch die Anschlusskabel aller Frontanschlussbuchsen sind ausreichend lang, um sie gut verlegen zu können.
Einbau der Hardware Betrachtet man das innere des Antec Twelve Hundred, so fällt auf, dass zur Gänze auf Befestigungen aus Kunststoff verzichtet wurde. Alle Laufwerke und Festplattenkäfige sind mittels Rändelschrauben im Case festgeschraubt. Kunststoffschienen zur Laufwerksbefestigung können zu Vibrationen führen, die sich schlussendlich auf das gesamte Gehäuse ausbreiten, dadurch können unangenehme Geräusche entstehen. Sind erst einmal alle Komponenten im Gehäuse verbaut, wird man sich normalerweise an die Verlegung der Kabel machen. Hier möchten wir ein großes Lob an Antec aussprechen. Alle Kabel, die zum Mainboard führen, können fast unsichtbar hinter der Zwischenwand verlegt werden. Die Kabel werden dann nur durch die gewünschten Ausnehmungen verlegt und behindern somit den Luftstrom im Gehäuse weit weniger als herkömmlich verlegte Kabel. Der gesamte Einbau der Hardware gestaltete sich problemlos. Auch die exzellente Verarbeitung trug dazu einen sehr großen Teil bei. Alle Gehäusekanten sind entweder gefalzt ausgeführt, oder stark entgratet worden. Es besteht keinerlei Verletzungsgefahr, oder Gefahr Kabel zu beschädigen. Im Gegensatz zu den meisten am Markt befindlichen Konkurrenzprodukten, ist das Twelve Hundred im inneren mattschwarz lackiert, ein weiteres optisches Highlight an diesem Gehäuse. Es waren im Auslieferungszustand etliche Abstandhalter für den Einbau eines Standard ATX Mainboards vorinstalliert, wir mussten nur 3 zusätzliche Halter installieren um das Board an allen Befestigungspunkten anzuschrauben. Design Durch das Design des Antec Twelve Hundred, eine Kombination aus mehreren 120mm Lüftern (5 Stück, an der Zahl) und des riesigen 200mm Lüfters, wird vor allem eine leise und trotzdem effektive Belüftung der Hardware gewährleistet. Die kalte Luft wird durch die drei Frontlüfter ins Gehäuse gebracht, natürlich sind alle 3 Lüfter mit Staubfiltern ausgestattet, der kalte Luftstrom geht in Richtung der Grafikkarte, des Prozessors und zum Netzteil. Die warme Luft wird (in unserem Fall) über das Netzteil, die Grafikkarte, die zwei rückwärtig eingebauten Lüfter und den Top-Lüfter abgeführt. Wie sich im Praxistest herausstellte, eine sehr effektive Methode, um trotz niedriger Lüfterdrehzahl, alle Komponenten ausgezeichnet zu kühlen. Die Lackierung ist außen und innen matt schwarz ausgeführt. Das Gehäuse wirkt dadurch wie aus einem Guss gefertigt, da auch die Kunststoffblenden vorne und die obere Abdeckung in dem selben Schwarzton gehalten sind. In der linken Seitenwand des Gehäuses ist ein Window integriert, auch in dieser Seitenwand kann ein (nicht im Lieferumfang enthaltener) zusätzlicher 120mm Lüfter installiert werden. Wie auch schon beim Antec Nine Hundred kann beim Twelve Hundred ein weiterer Lüfter in Höhe der CPU eingebaut werden. Dadurch wird der Luftstrom vom Lüfter in der Front nochmals verstärkt, es wird eine noch bessere Kühlung der CPU und des Arbeitsspeichers ermöglicht. Lautstärke Es werden im gesamten Gehäuse, die selben Blau beleuchteten 120mm Lüfter verbaut. Bei niedrigen Drehzahlen können sie auf ganzer Linie überzeugen. Sie bieten einen ausreichenden Luftstrom und sind auf minimaler Stufe nicht mehr wahrnehmbar. Bei mittlerer Drehzahl ist das Geräusch des Motors minimal wahrnehmbar, der Großteil der Lärmentwicklung rührt aber vom Luftstrom. Auf maximaler Drehzahl ist nun der Motor des Lüfters auch schon stark zu hören, das Luftstromgeräusch ist aber nochmals etwas lauter als der Motor selbst. Der 200mm Lüfter ist auf niedrigster Stufe ebenfalls sehr leise, jedoch ist hier ein leichtes Schleifen der Lager zu hören. Ab der mittleren Geschwindigkeitsstufe ist ein deutlich wahrnehmbarer Luftstrom zu hören. Jedoch weiß dieser Lüfter mit extremer Power zu überzeugen. Testweise haben wir hierzu einen Bierdeckel auf die Abdeckung gelegt und danach den Lüfter auf die maximale Drehzahl gebracht. Das Ergebnis ist im Bild untehalb zu bestaunen. Durch den ungewöhnlichen Einbau des Netzteils, ist es möglich Gummi-Entkoppler einzusetzen. So werden weniger Schwingungen des Netzteillüfters auf das restliche Gehäuse übertragen. Fazit Braucht man die geballte Power von 6 Lüftern? Will man seinen leistungsstarken PC leise kühlen ohne seine Komponenten bis zum thermalen Maximum zu belasten? Für beide Einsatzgebiete (die wohl auf 98% aller privaten PC Nutzer zutreffen werden) können wir das Antec Twelve Hundred uneingeschränkt empfehlen. Durch die integrierte manuelle Lüftersteuerung können die Lüfter geregelt werden, wie man sie braucht. Dabei kommen weder absolute Performancefreaks zu kurz, die ihren PC bis ans Maximum übertaktet haben, noch könnte die Silent Fraktion meckern. Wenn Sie also das Design anspricht, und Sie der Anschaffungspreis von momentan rund 130€ (Stand: 9.8.08; empfohlener Verkaufspreis lt. Antec: 209$) nicht stört, können Sie getrost zuschlagen. Wir vergeben aufgrund aufgrund nicht vorhandener Mängel natürlich den Gold-Award und eine Kaufempfehlung gleich dazu. |