| Vorwort: Nach den Tests des Nanoxia Cl95-AL1 und des Nexus LXM-8200, haben wir heute wieder einen Kühler der Kategorie „grundsolider, funktionaler und günstiger Kühler“ im Test. Die Besonderheit dieses Tests liegt im Vergleich der beiden Varianten in denen es den Igloo 5610/7610 zu kaufen gibt. Zum einen die Version mit herkömmlichem 80mm Lüfter, zum anderen die Version mit PWM gesteuertem Lüfter. Da sich das Model 5610 und 7610 grundsätzlich nur in der Sockelhalterung unterscheidet(5610 für Sockel 775, 7610 für Sockel 939,AM2) wird zu dem 7610 nur beim Einbau und bei den Temperaturen Ergebnisse hinzugefügt. Danksagung: Wir möchten uns herzlich bei der Firma Glacialtech für die rasche Zustellung der Testsamples bedanken. Technische Daten: Abmessungen: 99 x 66 x 110 mm Gesamtgewicht: 373 g Lüfterdimensionen: 80 x 80 x 20 mm Lüfterdrehzahl: 1800 (Silent) bzw. 800 – 3200 (PWM) U/min, jeweils mit einer Streuung von +/-10% Luftstrom: 30,8 (Silent) bzw. max. 51,3 (PWM) CFM Geräuschpegel: 19 (Silent) bzw. max. 34 (PWM) dBA Verpackung: Beide Kühler werden in der gleichen, schlichten Kartonverpackung geliefert. Lediglich ein Aufkleber gibt Aufschluss darüber, welcher Lüfter denn nun auf dem Igloo 5610/7610 Kühlkörper eingesetzt wird. Auf der Verpackung befinden sich außer dem noch Informationen darüber, auf welchen Prozessoren der Kühler eingesetzt werden kann. Eigenartigerweise können beide Kühler laut Verpackungsinformation mit den gleichen Prozessoren eingesetzt werden, trotz der doch sehr unterschiedlichen Drehzahl der Lüfter von 1800 beziehungsweise maximal 3200 Umdrehungen/min. Beim Öffnen der Verpackung fällt einem sofort die Montageanleitung auf, es ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr das einem Kühler eine Anleitung beiliegt. Der Kühler wird oben durch eine Kartonschicht fixiert. Unten, zum Schutz des Wärmeleitpads, befindet sich eine Kunststoffhaube. Verarbeitung: Beide unserer Igloo 5610/7610 Testsamples waren tadellos verarbeitet, es waren keine verbogenen Lamellen oder sonstige Mängel festzustellen. Die Bodenplatten waren plangefräßt, die Wärmeleitpaste verteilte sich immer gleichmäßig auf unserer Test-CPU. Die Kühler machen sowohl optisch als auch haptisch einen sehr guten Eindruck. Nichts sitzt locker oder wackelt. Die Lamellen haben einen sehr geringen Abstand gegeneinander. Bei Kühlern die man auch passiv oder mit einem sehr langsam drehenden Lüfter betreiben kann, ist der Abstand meist größer gewählt. Einbau des 5610: Der Igloo 5610 verfügt über eine Backplate, anders als bei Kühlern mit Push-Pins muss hier das Mainboard ausgebaut werden. Der Kühler wird über 4 Schrauben mit der Backplate verschraubt. Sowohl Backplate, als auch die Schraubverbindung sind isoliert ausgeführt. Also selbst wenn sich Bauteile des Mainboards in der Nähe befinden kann es zu keinen Problemen mit Kurzschlüssen kommen. Andere Kühlerhersteller legen ihren Kühlern isolierende Beilegescheiben bei, die Methode von Glacialtech wirkt allerdings wesentlich eleganter und einfacher handzuhaben.  Einbau des 7610: Der Einbau des 7610 gestalltet sich sehr einfach. Glacial nuzt bei dem 7610 das originale Retentionmodul, jedoch nur dessen unterseite, mit ein wenig geschick muss dafür nichteinmal das Mainboard ausgebaut werden. Mittels den 4 Schrauben kann der Kühler dann sehr leicht montiert werden.
Temperaturen: Als Testprozessor kam bei diesem Test ein Pentium 4 560 mit 3,6 GHz zum Einsatz. Dieser sollte mit einer TDP von 130W den aktuell schnellsten Core 2 Extreme Prozessoren zumindest in Sachen Wärmeabgabe ebenbürtig sein. In der Anleitung wird darauf hingewiesen das bei einem Core 2 Extreme QX6800 ein zusätzlicher Lüfter im Gehäuse angebracht werden sollte. In unserem Testcase war sowohl in Front, als auch im Heck ein 120mm Coolermaster Lüfter installiert. Ebenso war im Deckel ein 120mm Coolermaster Lüfter installiert, alle Lüfter wurden aufgrund der Warnung in der Anleitung mit 12V betrieben. Die Gefahr von Hitzestaus war also bei diesem Test sehr gering. Um die Temperaturen zuverlässig wiederzugeben wurde zur Messung der oben angeführten Temperaturen der Mittelwert von 3 verschiedenen Programmen herangezogen. Diese Programme waren: PC Probe II V1.04.23, Everest Corporate Edition v4.20.1170 und Speedfan 4.33. Beim Igloo 5610 PWM wurde im Bios eine „Target Temperature“ von 53°C eingestellt (der kleinste einzustellende Temperaturwert). Der Igloo 5610 Silent wurde hingegen permanent mit 12V versorgt, was auch die deutlich niedrigere Idle Temperatur erklärt. In diesem Fall drehte der Igloo 5610 PWM mit einer deutlich niedrigeren Geschwindigkeit als der Silent. Alles in allem kann man ein sehr positives Fazit für beide Kühler in Sachen Temperatur ziehen.
Der 7610 wurde auf einem AMD X2 3800+ee getestet. In der Front sowie im Heck wurde ein 120mm Lüfter der MArke Coolink verbaut. Um die Temperaturen zuverlässig wiederzugeben wurde zur Messung der oben angeführten Temperaturen der Mittelwert von 3 verschiedenen Programmen herangezogen. Diese Programme waren: PC Probe II V1.04.23, Everest Corporate Edition v4.20.1170 und Speedfan 4.33. Bei dem PWM Lüfter haben wir eine Temperatur von 55°, bis zu dieser Temperatur läuft der Lüfter mit nur 1800 U/min, also mit der gleichen Drehzahl wie der Silent Lüfter. Sollte also mal etwas mehr Hize entstehen kann der PWM Lüfter nocheinmal richtig aufdrehen. Die "Silent" version wird permanent mit 12V versorgt, was auch die deutlich niedrigere Idle Temperatur erklärt.   Lautstärke: Jetzt kommen wir zum zweitwichtigsten Kaufkriterium eines Kühlers, die Lautstärke. Vorweg sei gesagt: beide Kühler sind nicht für den Einsatz in extremen Silent-Systemen gedacht. Dadurch dass der Igloo 5610/7610 sozusagen ein „Mini-Towerkühler“ ist, und die kompakten Abmessungen keine Möglichkeit bieten eine größere Oberfläche zu nutzen, braucht man einen sehr schnell drehenden Lüfter um keinen Hitzestau und die resultierende Überhitzung des Prozessors zu erhalten. Der Lüfter beim Igloo 5610/7610 Silent dreht mit maximal 1800RPM, der PWM gesteuerte Lüfter dreht mit maximal 3200RPM. Vor allem der PWM Lüfter ist bei höheren Drehzahlen sehr stark wahrnehmbar. Er verursacht, vor allem bei maximaler Drehzahl starke Vibrationen die über den Kühlkörper auf da Mainboard und infolge dessen auf das gesamte Gehäuse übertragen werden. Eine Entkoppelung des Lüfters mittels gummierter Halterung, wie sie bei vielen Kühlerherstellern eingesetzt wird, hätte Abhilfe schaffen können. Der Igloo 5610/7610 Silent kann jedoch bedenkenlos in Systeme eingebaut werden, die zwar nicht komplett leise aber dennoch geräuscharm arbeiten sollen. Er ist im Betrieb zwar wahrnehmbar, jedoch ist das Geräuschniveau subjektiv nicht als störend zu bezeichnen. Fazit: Sowohl der Igloo 5610/7610 Silent, als auch der Igloo 5610/7610 PWM konnten uns in Sachen Kühlperformance voll und ganz überzeugen. Die Silent Version schafft es obendrein noch eine erträgliche Lautstärke ins Arbeitszimmer zu bringen. Der Igloo 5610/7610 PWM kann sowohl bei etwas leistungsschwächeren, aber auch bei Performance-Systemen eingesetzt werden. Er kann durch die höhere Maximaldrehzahl hier besonders punkten. Er kann jedoch auch eine geringere Lautstärke erzeugen als der Silentlüfter, in unserem Test war jedoch nie der Fall gegeben, dass die Lüftersteuerung vom Mainboard den Lüfter unter die Drehzahl des Silentlüfter geregelt hat. Unsere Kaufempfehlung geht hier klar an den PWM-Gesteuerten Lüfter, er hat ein größeres Drehzahlsprektrum was bei schwächeren Prozessoren sicher enorm hilfreich sein wird. Der Silent kann jedoch auch bedenkenlos als Boxed-Lüfterersatz herhalten. Er bietet vor allem bessere Performance bei etwa gleicher Geräuschkulisse. Für beide Kühler möchten wir unseren Silberaward vergeben, da beide Kühler zwar empfehlenswert sind, jedoch nicht uneingeschränkt. |